Rund 40 Prozent der Angestellten vernachlässigen im Büro die Sicherheit ihrer Geräte. Für sie endet die Sicherheit also, wenn sie ihren Computer anschalten. Und auch beim Homeoffice achten viele Menschen nicht auf die IT-Sicherheit.

Das belegt die aktuelle Umfrage „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA in Zusammenarbeit mit Statista und brand eins. Im privaten Umfeld ist demnach ein vorsichtiger Umgang im IT-Bereich für viele Nutzer dagegen ein großes Thema. Das geben mehr als 52 Prozent der Befragten an. Obwohl auch im beruflichen Umfeld IT-Sicherheit wichtig ist, nehmen es viele am Arbeitsplatz nicht ganz so genau. Denn vier von zehn Angestellten sind im Büro unvorsichtig. Dadurch wird das Risiko gesteigert, in das Visier von Cyberkriminellen zu geraten. Ihre Angriffsmethoden werden immer raffinierter und viele Phishing-Mails lassen sich kaum von echten unterscheiden. Wer hier falsch klickt, öffnet Cyberkriminellen den Weg auf seinen Computer und ins Netzwerk des Unternehmens.

„Viele Anwender und Anwenderinnen sind bei der IT-Sicherheit am Arbeitsplatz viel sorgloser, als sie es privat wären. Einer der Gründe ist die oft fehlgeleitete Annahme, dass der Unternehmensrechner im Bedarfsfall schnell ausgetauscht und repariert ist, und dass bei einem Fehler kein wirklicher Schaden entstehen könne. Mitarbeitende vertrauen darauf, dass die IT-Abteilung auf alle Eventualitäten vorbereitet und dass alles doppelt und dreifach gesichert ist. Die Praxis sieht jedoch deutlich anders aus“, so Tim Berghoff, Security Evangelist bei G DATA CyberDefense. „Die Belegschaft eines Unternehmens muss zu einem Teil der Sicherheitsstrategie werden. So wird aus dem ´Problemfaktor Mensch´ schnell ein wertvoller Aktivposten, ohne den es um die Sicherheitsstrategie viel schlechter bestellt wäre. Entsprechende Mitarbeiterschulungen können hier einen wichtigen Beitrag leisten – und von dem gewonnenen Wissen profitieren die Kollegen und Kolleginnen auch über den Arbeitsplatz hinaus.“

Vor allem im Homeoffice sind viele Menschen unvorsichtig: Mehr als 32 Prozent geben an, am heimischen Arbeitsplatz nicht auf IT-Sicherheit zu achten. Mögliche Gründe dafür: Mitarbeitende waren und sind verunsichert, weil Ansprechpartner im Büro nicht mehr direkt greifbar sind und weil sie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie VPN oder 2-Faktor-Authentifizierung nutzen müssen.

Quelle: https://www.itsicherheit-online.com/news/security-management-news/vier-von-zehn-angestellten-achten-im-buero-nicht-auf-it-sicherheit