Apple liefert die zweite Vorabversion von visionOS an Entwickler, die das Betriebssystem im Simulator testen können. Auch zum DevKit gibt es mehr Infos.

App unter visionOS – hier djay von Algoriddim aus Deutschland. (Bild: Apple / Algoriddim)

Noch hat niemand außerhalb Apples eine Vision Pro – und trotzdem dringen mehr und mehr Infos über Apples erstes Mixed-Reality-Headset durch, das Anfang 2024 auf den Markt kommen soll. Das hat vor allem damit zu tun, dass der Konzern bereits eine Vorabversion des Betriebssystems visionOS ausliefert, die man auf dem Mac in einem Simulator nutzen kann. In dieser Woche ist nun die zweite Beta-Version erschienen. Außerdem hat ein bekannter Apple-Journalist frische Details zum Developer Kit für die Vision Pro publiziert, das von Entwicklern seit kurzem bestellt werden kann.

Zweite Beta kann mehr

Zu den Neuerungen in visionOS Beta 2 zählt eine Veränderung bei Apples Authentifizierungsmethode für die Vision Pro: Das Scannen der Iris, vom Hersteller Optic ID genannt. Diese wird, berichten Entwickler, an Face ID und Touch ID angepasst. Bei bestimmten Vorgängen muss man nun nicht nur die Iris scannen lassen, sondern die Authentifizierung per Doppelklick auf den Hardware-Knopf der Vision Pro bestätigen. Zudem kann man künftig nur noch via Optic ID auf einen verbundenen Mac zugreifen, für den die Vision Pro als Monitor dient. FaceTime auf der Vision Pro wird offenbar nur in Gruppen von bis zu neun Personen unterstützt, zumindest kann man nur neun Menschen (beziehungsweise ihre Darstellung) im Raum „anpinnen“.

Will man mehr sehen, muss man eine Person ausblenden. Es ist außerdem möglich, seine aktuelle Umgebung (Environment) mit einem FaceTime-Kontakt zu teilen – hier bietet Apple derzeit zahlreiche Naturaufnahmen. Es ist einstellbar, wie viel davon zu sehen ist. Die eigene Darstellung der Person erfolgt bekanntermaßen als Avatar. Apple nennt das „Persona“. Dass diese Ansicht virtuell ist, wird durch die neue Bezeichnung „Persona Virtual Camera“ deutlich gemacht. Augen- und Hand-Tracking lässt sich künftig erneut einstellen, wenn es Probleme gab. Im Bereich Barrierefreiheit kann man einen sogenannten Hand Pointer einblenden, der zeigt, worauf man gerade deutet. Apps lassen sich auf der Vision Pro nun auch erzwungen neustarten. Weiterhin enthält visionOS Beta 2 eine Animation, die zeigt, wie man das Light Seal, das den Nutzer von der Umgebung abschirmt, gegen eine andere Größe austauscht.

Neues vom Entwicklerkit

Weitere Neuigkeiten gibt es vom offiziellen Developer Kit für die Vision Pro, das wie erwähnt seit kurzem bestellt werden kann. Bloomberg-Journalist Mark Gurman hat dazu vernommen, wie man die passende Größe bestellt. Hat Apple die Bestellung des Leihgeräts genehmigt, kommt eine „Measure and Fit“-App zum Einsatz. Mittels iPhone-Kamera wird darüber die Größe von Kopfband und Light Seal bestimmt. Zudem kann man auch optische Gläser für das Headset ordern, die direkt vom deutschen Hersteller Zeiss kommen sollen.

Macrumors meldet außerdem, dass man im Rahmen des Dev Kits auch einen Apple AirTag-Tracker erhält. Offenbar nutzt Apple diesen, um das Headset vor Diebstahl zu schützen. Die Vision Pro wird in einem verschließbaren Peli-Case geliefert, in das man sie laut Apple bei Nichtbenutzung zurücklegen muss. Das Headset muss zudem stets an einem sicheren Ort verbleiben, warnt der Konzern.

Quelle: https://www.heise.de/news/visionOS-Beta-2-Mehr-Details-zur-Vision-Pro-Bedienung-sickern-durch-9228488.html